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Montag, 20. September 2021

Keine uneingeschränke Buchempfehlung: "Stay away from Gretchen" von Susanne Abel

 Gelesen: „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel* und keine uneingeschränkte Empfehlung. 

Dabei ist die Geschichte der sog. „brown babies“, also Kindern, die nach dem 2. Weltkrieg auf die Welt kamen mit einem schwarzen GI als Vater und einer weißen Mutter äußerst spannend und hat mich sehr neugierig gemacht, über dieses mir unbekannte Thema mehr zu lesen. Sehr geärgert habe ich mich jedoch über die klischeehafte und herabwürdigende Sprache gegenüber anderen, derer sich die Autorin bedient, wenn sie in der Gegenwart beschreibt, wie der Sohn Tom sich gebiert, wenn er nach und nach die Vergangenheit seiner immer dementer werdenden Mutter Greta erfährt. Oft hab ich mit den Augen gerollt und mich gefreut, wenn wieder die zweite Zeitebene, die Geschichte der Flucht aus Ost-Preussen und das dann nach 1945 stattfindende Leben in Heidelberg im Zusammenspiel mit den Amerikanern, beschrieben wurde. Da verzeiht man dann auch das kitschige unrealistische Ende … 

 LG von Caro

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1 Kommentar:

  1. Das ist ärgerlich. Ich kann deinen Frust verstehen, so etwas finde ich auch nicht gut.

    Ich habe vor einigen Jahren ein Buch gelesen von einem direkt Betroffenen, Hans J. Massaquoi. Er ist irgendwann in die USA ausgewandert und war dort Chefredakteur der Zeitschrift Ebony. Er wurde schon vor den Nazis geboren und hat den 2. Weltkrieg als Jugendlicher miterlebt. Ich denke, es könnte dich auch interessieren: Neger, Neger, Schornsteinfeger.

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