Montag, 25. April 2016

Brotbackmischungen im Topf backen? Ja klar!

Manchmal muss es schnell gehen, da steht die Familie hungrig in der Tür und möchte sofort frisch gebackenes Brot zum Abendbrot und man hat keine Zeit, um den Teig entweder am Vorabend vozubereiten oder zwei Stunden unter der Duschhaube gehen zu lassen, dann muss es schneller gehen. Zu diesem Zweck finde ich Brotbackmischungen sehr praktisch. Gut, dass man gucken kann, was drin ist, alles mit ellenlangen Zutaten, die ihr nicht kennt, solltet ihr im Regal lassen. 

Meine Favoriten sind momentan die von Seitenbacher, da ist nix anderes drin als verschiedene Mehlsorten, Meersalz, Hefe und Sauerteig. Allerdings ist das Mehl nicht bio, aber das benutze ich dann eben wieder, wenn ich nach meinen Rezepten backe. Jedes Paket enthält alles, um zwei Brotlaibe zu backen und lässt sich gut halbieren, den Rest packt man für den nächsten Brotnotfall zur Seite.

Ausprobiert habe ich letzte Woche das Odenwälder Bauernbrot, das ich zunächst in der Kastenform gebacken habe, um eine "Gefühl" für das Brot zu bekommen. Lecker, aber sah nicht hübsch aus und der Boden war auch nicht ganz durch, so dass ich dachte, das muss doch auch im Topf gehen.

Folgendes hab ich dann für die Zubereitung im Topf geändert: 
ich habe den Teig zwei Mal in der Schüssel an einem warmen Ort gehen lassen und nicht wie angegeben beim zweiten Mal in der Backform. Während des zweiten Gehens habe ich meinen kleineren gusseisernen Topf schon mal im Ofen 30 Minuten lang vorgeheizt, aber nur auf 220 Grad. Nach dem Formen des Laibes gings dann weiter wie immer: Topf raus, Brot rein, einschneiden und Mehl drüber, Deckel drauf, ab in den Ofen, 1 Stunde backen (wer keine zu dunkle Kruste mag, stellt nach 20 Min auf 200 Grad runter), Deckel runter und ...tadaaa... viel schöner, alles durch, sehr knusprig, viel besser. Und lecker!


Den nächsten Versuch hab ich dann am Wochenende gemacht und das Landbrot von Seitenbacher gleich im Topf gebacken. Die Backanleitungen sind identisch, also geht alles genau wie beim oberen Brot. Einzig den Teigling hab ich anders in den Topf gelegt, nämlich diesmal nicht mit der hübschen glatten geformten Seite nach oben, sondern mit der unteren, dort wo es eigentlich nicht so gut aussieht und die man gerne versteckt. Einfach nur Mehl drüber, Deckel drauf, ab in den Ofen. Das Ergebnis gefällt mir fast noch besser als wenn man das Brot einschneidet, es wirkt ursprünglicher und nicht so akkurat. Auch dieses Brot ist wieder supersaftig innen, tolle Kruste, alles durch. Lecker!
Fazit: 
auch schnöde Backmischungen lassen sich im Topf backen und machen viel mehr her!

LG von Caro

Kommentare:

  1. :)
    Ich greife auch gern mal zu einer Mischungen - ist ja deklariert was drin ist. Aber im Topf habe ich biher nur das NoKneadbread gemacht.
    Übrigens: Auch viele Handwerksbäcker greifen doch auf Mischungen zurück (wer mal auf der Internorga die Produkte gesehen hat, die dem Kunden die gewünschte "Handmade/Hausgemacht/Ursprünglich-Optik bieten, macht sich da keine Illusion mehr)
    Sind auf jeden Fall wunderschön geworden Deine Laibe und die nächste Mischung kommt jetzt bei mir auch mal in den IkeaTopf.

    Liebe Grüße
    Ute

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  2. Liebe Caro,
    na spätestens JETZT geht mir so wirklich das Herz auf. Durch Deine ganzen Brotbackposts wurde ich ja eh schon dermaßen angefixt, dass ich nun selbst ständig am Ausprobieren und Brotbacken bin. Immer mit eigenen Rezepten - Brotbackmischungen sind (wegen der Zusatzstoffe) nicht wirklich mein Fall. Aber wenn Du jetzt mit einem Odenwälder Bauernbrot daher kommst, das auch noch völlig ohne Zusatzstoffe daher kommt, sollte ich da vielleicht mal ne Ausnahme machen.

    Schließlich bin ich waschechte(r) Odenwälder(in) und die Firma Seitenbacher ist gerade nen Katzensprung von mir weg. Ich würde behaupten, das sind keine 500m, ich sollte dem Werksverkauf heute mittag vielleicht mal einen Besuch abstatten *grins*

    Danke fürs Zeigen :)

    Liebste Grüße,
    Pamy

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  3. Liebe Caro,
    danke für die Tipps!
    Da weiß ich sofort, was diese Woche bei mir in den Topf und in den Ofen geht.
    Liebe Grüße
    Astrid

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  4. Danke fürs Zeigen und Ausprobieren - jetzt kann ich ohne Versuch direkt starten. Ich schleich nämlich schon länger um das Thema Brotbackmuschung im Topf backen herum.
    Auch ich werde mir jetzt einen Vorrat an Brotnackmischungen anlegen.
    Liebe Grüße, Inge

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  5. Liebe Caro, nachdem ich letzte Woche von Deinen Brotbackaktionen gelesen habe, habe ich mein eigenes altes Rezept einfach im Topf gebacken und das Ergebnis war genial. Ich werde noch darüber berichten und dann natürlich auf Dich verweisen.
    LG
    Magdalena

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  6. Da muss ich dir recht geben, das sieht total lecker aus.
    LG Petra

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  7. Wow, die Brote sehen aus wie vom Bäcker. :) Das muss ich gleich mal ausprobieren, bei mir sehen die Brote leider nie so toll aus und bisher haben die auch nicht so gut geschmeckt. Danke den Tipp! Liebe Grüße, Judith

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  8. Hmm, das sieht lecker aus! davon träumen wir hier in dänemark nur :0)Ganz LG aus Dänemark Ulrike :0)

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    1. *lach* stimmt, die Dänen essen ja auch sehr gerne eher weißes Brot, nicht? Dann musst Du wohl selber ran.

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  9. Oh herrlich, ich habe noch keine Mischung probiert, aber das werde ich jetzt nachholen - denn die Schnellvariante brauche ich auch immer wieder. Liebe Grüße von Fee

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  10. Lecker sieht das aus. Könnte ich glatt reinbeißen.
    Ich hab ein schnelles Rezept für Bauernbrot, was sich sehr gut schnell zubereiten lässt. Auf Backmischung hab ich schon lange nicht mehr zurückgegriffen. Früher allerdings schon und die waren auch immer lecker.

    In welchem Topf backst du ?

    lg Melle von http://www.seelentief.blogspot.de

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    1. Ich backe in einem gusseisernen Topf.

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    2. cool. hab ich noch nie ausprobiert, hab eine Brotbackform bzw. möchte mir einen Römertopf zulegen. Hier soll das Brot saftiger bleiben.

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  11. Liebe Caro,
    vielen Dank für das Teilen Deiner Tipps. Ich backe auch seit einigen Monaten unser Brot selbst und bin immer wieder begeistert, wie lecker es aus dem Topf kommt.
    Ich habe einen sehr großen Gusseisentopf und einen Römertopf. Nun bin ich noch auf der Suche nach einem schönen kleinen runden Topf.
    Bis zu wieviel Gramm Teig passt denn in Deinen kleinen Topf?
    Herzlichst,
    Tessa

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    1. Ich denke, es sind etwa 500-700 g Teig im 22er Topf. Alles andere sprengt dann den Deckel ;o)

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