Donnerstag, 28. Mai 2015

Zack, da ist es wieder: Das wahre Leben

Ganz schön hartnäckig: Das wahre Leben! 
Es schleicht sich hinterrücks an und fordert alles, so dass kein Platz und kein Kopf fürs Bloggen bleibt. Es will wöchentliche Zahnarztbesuche mit dem Unfallkind (ihr erinnert euch?), der seit dieser Woche endlich die provisorische Klammer los ist. Es will Schnuppervormittage mit dem Fastschulkind in der Grundschule. Es will stundenlang Skip-Bo und Obongo mit allen spielen. Oder das 1000 Teile Puzzle fertig machen.
 Es will warme Mahlzeiten, egal wie spät es ist und ganz viele Erdbeeren. 
Es will das böse chaotische Zimmer aufräumen und macht dazu Termine mit der liebsten Ordnungshüterin, damit die Schwester darin schlafen kann, wenn sie zu Besuch kommt. Es will draußen auf dem Spielplatz sitzen oder mit dem Mann und Kaffee und Sonne und Buch auf dem Balkon. Es will den sonntäglichen Apfelkuchen und die Krankenkassenabrechnung endlich fertig machen. 
Es will die ganzen Vorschauen der Verlage durcharbeiten und sich täglich über Neuerscheinungen freuen. Es will endlich den Sommerurlaub unter Dach und Fach bringen und nicht den letzten teuren Mist buchen. Es fordert unregelmäßige englische Verben, Prozentrechnung in Mathe und den Untergang des römischen Reiches. Es fordert die Besinnung, dass es einem selbst gut geht, wenn man auf sich hört und sich ernst nimmt und nach 10 Jahren endlich wieder den Weg zur Krankengymnastik gefunden hat. Und wenn die Kinder dann abends alle im Bett sind, dann fordert es die kuschelige Decke auf dem Sofa und einfach Ruhe ... oder die neuen Folgen von "Outlander", die gerade auf Vox laufen.

Kommentare:

  1. Und recht hat es. Irgendwann fordert es auch wieder die Nähmaschine. Bestimmt. LG maika

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  2. Und es ist so schön, das wahre Leben :) mich fordert es auch sehr und will ständig was neues, schön, aber auch schön anstrengend. Und lebendig.
    Alles Gute euch!
    Lg Sternie

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  3. "Geh Du vor", sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich."
    "Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben", sagte der Körper zur Seele. - von Ulrich Schaffer

    Weisst du, ich frag mich bei solchen Überlegungen immer was wirklich wirklich wichtig ist. Ich stelle mir dann vor ich lieg auf dem Sterbebett (irgendwann) und es kommt jemand der mich abholt und mich fragt: "Und wie war dein Leben so?" Und ich antworte: "Ich hatte immer ein TipTop aufgeräumtes Haus." Oder: "Ich hab immer brav gebloggt und Bücherlisten abgearbeitet" (wie in deinem Fall).
    Dann erkenne ich wie wichtig es ist mich um mich selber und meine Bedürfnisse zu kümmern und Dinge die unwichtig sind, einfach mal bleiben zu lassen und mir keinen Kopf darum zu machen, sondern einfach zu leben und mich des Lebens zu freuen, zu tun was mir Freude macht. Um am Ende zu sagen: "Mein Leben war schön, ich hab mich gaaaanz oft gefreut und Dinge getan die mir wirklich Freude gebracht haben."
    Alle lieben Wünsche zu dir. Martina

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    1. Hallo Martina,
      dein Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf! Danke dafür!

      Liebe Grüße Tanja

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  4. Die Zeiten muss es auch geben...stecke auch gerade drin :-)
    Liebe Grüße, Lee

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  5. Das Leben fordert mich auch gerade in vollen Zügen. Ich verabschiede mich Montags von meinem Mann und ehe ich mich ganz umgedreht habe ist schon wieder Freitag und er ist wieder da. Aber dazwischen gibt es eben auch eine Menge zu erledigen und arbeiten muss man auch noch. Ich hoffe heute Abend sieht mich meine Nähmaschine mal wieder. Zum Glück ist das meiste kein negativer Stress.
    Also genießen wir das Leben.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  6. Und dann fordert es neben der leidigen Steuererklärung auch noch das Gießen des Schulgartens (während der Ferienzeit). Die Katzen meiner Tochter rufen nach Futter und Streicheleinheiten und dann geht mitten in der Reiseplanung für den Sommerurlaub die Spülmaschine kaputt.
    Das ist Leben pur! ;-)
    Andere haben Langeweile und sind auf der Suche nach dem Kick. Dann doch lieber so, oder?
    Viele Grüße,
    Karin

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