Mittwoch, 16. Januar 2013

Buchempfehlung: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Es gibt Bücher, vor denen hat man irgendwie Respekt. Man traut sich nicht, sie anzufangen, weil man nicht genau weiß, was einen erwartet. So ging es mir mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green.


Möchte ich ein Krebsbuch lesen? Und dann auch noch eins, welches von zwei Jugendlichen handelt, die sich verlieben? Das kann doch gar nicht gut ausgehen. Wie schafft man es, über ein so schwieriges Thema, ein Buch zu schreiben, welches nicht verharmlost oder bagatellisiert?

Hazel ist 16 und hat Krebs, unheilbar. Sie muß permanent über einen Schlauch atmen, sich Untersuchungen unterziehen und wird von ihrer Mutter zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe verpflichtet. Wie sie das alles hasst. Das ändert sich jedoch schlagartig, als dort Gus auftaucht. Auch er hat Krebs, aber er geht anders mit seiner Krankheit um. Er versucht Auto zu fahren, obwohl ihn seine Prothese zu einem schrecklichen Fahrer macht, er liebt Computerballerspiele und hört komische Musik. Und er verliebt sich in Hazel. Und sie sich in ihn.

Oh Gott, wie gerne würde ich schreiben, daß die Liebe alles überwindet. Daß in diesem Buch nicht die ganze Grausamkeit dieser Krankheit beschrieben wird. Aber so ist es leider, doch gerade das macht die Besonderheit dieses Buches aus. Es ist ungeschminkt. Es sagt die Wahrheit, es beleuchtet das Gefühlschaos von krebskranken Jugendlichen, die schwanken zwischen Tod und Himmel, zwischen der ersten Liebe und dem nächsten Krankenhausaufenthalt. Hinzu kommt, daß es John Green tatsächlich gelingt, das es sich um ein teilweise sehr komisches und lustiges Buch handelt. Und am Ende weint man. Weil man doch gehofft hat, obwohl man eigentlich von der ersten Seite an gewußt hat, daß es keine Hoffnung gibt.

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größer als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." 

LG von Caro

Kommentare:

  1. Äh, ja. Das liegt hier auch noch. Und liegt. Und liegt. Ich glaube, das kann ich erst lesen, wenn die Winterdepri-Zeit vorbei ist. Oder wenn meine Kinder erwachsen sind *örks*
    Aber immerhin hat es mich so fasziniert, dass ich es haben musste ;-)

    LG Tina

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  2. Guten Morgen,
    Ich finde es gut, das auch mal "schwierige" Bücher vorgestellt werden....Auch wenn ich schon beim Lesen deiner Zeilen einen dicken Kloß im Hals verspüre, so macht mich dieses Buch doch neugierig.

    Viele Grüße

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  3. Hallo
    Ich habe es auch gerade gelesen und kann es auch nur empfehlen. Genau wie alle anderen Bücher von John Green. Ein ganz toller Schriftsteller, nicht nur für jugendliche!
    Herzliche Grüße
    Ruth

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  4. hab`s auch schon zig mal in der hand gehabt und immer wieder weg gelegt. ging mir auch so mit "in meinem Himmel". ich kann das nicht..... :-((
    hört sich trotzdem toll an!!

    LG
    Lina

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  5. Genau das habe ich kürzlich auch empfohlen - klasse Buch - eben deswegen weil's herzzereissend und schön ist.

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  6. Ich habe es meiner 14-jährigen Tochter zu Weihnachten geschenkt, doch sie möchte es nicht lesen..... Mit ein Grund fürs Kaufen war, dass es mich selbst auch interessiert - doch es liegt auch noch ungelesen auf meinem Nachttisch. Doch irgendwann traue ich mich.....
    Liebe Grüße und danke fürs "Mitmachen", Karin

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    1. hallo...dieses buch sollte wirklich nicht auf dem Nachttisch rumliegen...man sollte es wirklich gelesen haben..und ich kann nur eines sagen...dieses buch ist gar nicht soo schlimm zu lesen..fang einfach mal an...dann kannst du sowieso nicht mehr aufhören zu lesen...

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    2. find ich nicht!! Es ist nur die Warheit!! Ich(12Jahre) find das buch ziemlich interessant!! Ich weiß nicht warum man sich da nicht traut

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  7. Ich habe das Buch im letzten Sommer gelesen und fand es auch sehr gut. Ich "mußte" es damals quasi halb beruflich lesen, da ich mich ehrenamtlich für einen Gemeinnützigen Verein arbeite der Spendengelder für die Kinderkrebsforschung sammelt, arbeite. Anfangs hatte ich auch ein wenig Angst davor das Buch zu lesen, aber du hast es ganz richtig beschrieben: Natürlich ist das Buch traurig ( klar wie soll es bei dem Thema anders sein ) aber es beschreibt so schön, wie die schwer kranken Kinder immer noch ein LEBEN führen - ein Alltagsleben, neben Chemo, Bestrahlung, Übelkeit und Haarausfall - denn daß die Kinder neben Krebspatienten auch noch Kinder ( oder in diesem Fall Jugendliche ) sind, das vergißt man leider viel zu oft wenn man an das Thema Krebs bei Kindern denkt - zu oft werden sie auf ihren Krebs reduziert!

    Super, daß du das Buch vorgestellt hast und ich hoffe, daß nun einige sich vornehmen selbiges zu lesen und es dann auch tun ;-) !!

    Liebe Grüße,
    Annette

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  8. Da kommen einem ja schon die Tränen, wenn man nur deine Rezession liest....
    Ne, ich glaube, da müssen meine Kinder erst ganz erwachsen sein,
    bevor ich solch ein Buch lesen kann....

    LG susanne

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  9. Sorry, hab mich oben vertippt.
    Sollte natürlich nicht "Mitmachen", sondern "Mutmachen" heißen.
    Liebe Grüße, Karin

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  10. hey liebe caro,
    tolle rezension! ich habe es auch letztes jahr gelesen und fand es ganz großartig, sehr berührend, spannend, mitfühlend und ja, ich musste oft über hazels coole sprüche lachen.
    das buch macht einfach mut!

    immer wieder schön deine kritiken!

    allerbeste grüße
    jules

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  11. Um dieses buch schleiche ich auch schon lange herum... Vielleicht trau ich mich doch mal.

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  12. Das kann ich genau so unterschreiben!! Eins der besten Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe und ich kann es nur weiter empfehlen!
    Viele Grüße
    Julia

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  13. Oh, ich hab bei Weltbild auch davor gestanden und mir hinten die Beschreibung durch gelesen. Aber ich konnte mich nicht überwinden es mitzunehmen. Mir kamen schon beim Durchlesen die Tränen. Vielleicht beim nächsten Besuch.

    Liebe Grüße von Inken

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  14. Wow, das hört sich echt hefftig an, aber ist definitiv ein Buch, das mich interessiert

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  15. Ich hab es vorgestern gelesen und fand es super. Habe aber am Schluß auch echt fett geweint. Aber es ist trotzdem ein tolles Buch.
    May

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  16. Unbeding lesen! Traut Euch!

    Schönen Gruß aus (dem weißen) Nordhessen

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  17. Ich hab es auch gelesen, ein tolles Buch, traurig, aber eben auch lustig. Man muss keine Angst vor dem Buch haben, es ist eben nicht so gefühlsduselig. Aber das Ende, klar hab ich geweint... aber es wäre schade, es nicht zu lesen. Allein der Titel ist schon genial, und die Sätze darin, wunderschön! :)

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  18. Das Buch hab ich auch auf meiner Wunschliste stehen. Ich habs in einem Bücherkatalog gesehen.

    Lieben Gruß,
    Simone

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  19. Das ist wirklich ein Zufall: In meinem letzten Post vom Dienstag lag genau dieses Buch auf dem Stubentisch, als ich die Patchwork-Decke geknipst habe. Ist wirklich ein Super-Buch, finde ich, ungefähr die Hälfte hab ich bereits verschlungen.

    Lieber Gruss
    Ingrid

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  20. Von diesem Buch habe ich auch schon gehört.
    Das kommt auf jeden Fall auf die Merkliste!
    Viele Grüße,
    Nicole

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  21. Und hier hat John Green Spaß in Carnegie Hall - u.a. mit seinem Bruder, Harry-Potter-Liedern und einer Lesung aus seinem Buch... (Show beginnt bei ca. 35 Minuten)

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  22. ...und schon auf dem Wunschzettel :) Vielen Dank für die Empfehlung!
    Und viel "Spaß" mit Bodenstein, Kirchhoff und Schneewittchen. Ich mag die Taunus-Krimis total gerne und hier liegt als nächstes der Böse Wolf bereit.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  23. Hab schon viel gutes über das Buch gelesen. Sobald ich meine aktuellen Bücher durch habe, werde ich mich diesem widmen! Tolle Rezension!

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  24. Ich stimme denen zu die es bisher gelesn haben - gehört in jedem Fall auf die "zu-lesen-Liste". Tränen müssen bei diesem Buch sein! Keine Angst - auch wenn man Kinder hat, träumt man danach nicht schlecht.
    Jugendbuch klingt irgendwie immer ein bißchen harmlos, aber dieses hat es in sich. Die Grenzen in der Literatur zwischen Jugend und Erwachsener sind inzwischen oft sehr schmal.
    LG Murwedder

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  25. also erstmal verstehe ich nicht warum man das buch nicht lesen kann oder man davor angst hat!!! Es ist die pure warheit. Ich bin 12 Jahre und hab mir das buch gewünscht aber es ist traurig,schön und herzzereisend!!! also wer nicht weint der hat keine gefühle.Aber lest es einfacch selbst!!!! Ich kanns nur empfehlen und das geld wars wert

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